Deswegen gibt es Unterstützungs- und Wiederstandszonen

Widerstands- und Unterstützungszonen
Die Unterstützungs- und Widerstandszonen, können viele in die Verzweiflung treiben. Warum bleiben Kurse an diesen Zonen hängen und was hat es mit den Zonen auf sich?

Unterstützungszonen ergeben sich an psychologisch wertvollen Punkten der aktuellen Marktteilnehmer. Dabei sind dies Punkte, an denen vorher Shortseller erfolglos versuchten Gewinne zu machen. Und positiv gestimmte Käufer bereuen, dass Sie nicht mehr gekauft haben.

Im Grunde genommen gibt es diese Zonen nur, weil die Anleger Menschen sind. Ehrlich. Dr. Elder hat das sehr anschaulich in seinem Buch (siehe unten bei Quelle) beschrieben.

Die Menschen erinnern sich an diese Zonen. An Zonen, bei denen die Bullen und Bären miteinander gekämpft haben. Diese Bereiche sind dann für jede Seite eine Bewährungsprobe. Sobald wir an eine Widerstandszone kommen, wird dann behauptet, dieser Bereich ist schwierig zu durchbrechen. Nun nehmen die Bären, also Spekulanten, die auf fallende Kurse setzen, Short-Positionen in dieser Zone auf. Sie verkaufen also die Aktien leer, in der Hoffnung, die Kurse fallen hier wieder.

Die Bären gehen weiterhin Long, und kaufen vorher schon die Aktien, in der Hoffnung, dass diese Zone überwunden wird. Wenn jetzt die Shortseller sehr stark sind, also mehr verkaufen, als die Bullen kaufen, dann sinkt tatsächlich der Aktienkurs wieder und die Bären freuen sich zunächst. Dann bereuen Sie gleich darauf, nicht noch mehr Short-Positionen aufgebaut zu haben.

Die Bullen dagegen spüren Schmerzen. Wehleidig hoffen diese auf eine leichte Erholung, um aus der Long-Position mit einem blauen Auge herauszukommen. Selbsterfüllende Prophezeiung also. Denn sobald der Kursbereich wieder erreicht wird, stellen die Bullen die Positionen glatt. Durch deren Verkäufe steigt es also nicht weiter.

Nach einiger Zeit kommen neue Spieler auf dem Markt. Diese haben keine emotionale Bindung zur Widerstandszone. Sie gehen long, weil sich vielleicht die wirtschaftliche Lage gebessert hat. Sobald die Bullen stärker sind, wird die Widerstandszone durchbrochen. Gleich darauf wird die alte Widerstandszone zu einer Unterstützungszone.

Nun bereuen die Bullen, nicht noch mehr Long-Positionen eröffnet zu haben und die Bären schmerzen die offenen Short-Positionen. Sie beten und flehen für einen kurzen Rücksetzer, um die eigenen Positionen glattzustellen und gesellen sich erstmal zu den Bullen, oder halten sich aus dem Spiel heraus.

Eigentlich ganz einfach 🙂 Es gibt oft auch falsche Ausbrüche. Dort verlieren die Anfänger ihr Geld. Da war ich früher auch oft dabei. Ich habe einfach nicht verstanden, dass der Kampf um die Zone nicht vorbei ist. Man sollte auf einen klaren Durchbruch warten. Dieser wird durch die Rücksetzer gefestigt. Bleiben diese auf der Seite des Durchbruchs, kann man davon ausgehen, dass es erstmal in der neuen eroberten Zone bleibt.

Hier in der Grafik zu BT Group kann man die Zonen gut sehen. Es sind die Spitzen. Wenn man diese mit einem Lineal verbindet (bei 20.00) dann hat man die Widerstandszone.

Der Durchbruch nach unten erfolgt dann am 17.05.2018. Der falsche Durchbruch am 14.05.2018 ist oft der Tod der Anfänger. Man sieht auch gut, wie nun die 16.00 Dollar Marke nach dem Durchbruch zur Widerstandszone wird.

Mit der Formel zur Dividenden-Hebel-Strategie sind hier die Einstiegs- und Ausstiegsbereiche eingezeichnet. Diese basieren auf die Dividenden-Rendite und nicht auf irgendwelche Kurszonen. Dadurch haben wir einen Vorteil. Denn die Zeit spielt für uns. Ein Kauf unter der 16.00 Dollar Marke bringt hohe Dividenden. Oder einen guten Kursgewinn, sobald der Kurs die Widerstandszone überschreitet. So oder so, ist es von Vorteil, zu wissen wie die anderen ticken und was statistisch angemessen ist.

Quelle: Die Formel für ihren Börsenerfolg. Strategie, Money Management, Psychologie. (mit Workbook) Gebundenes Buch – 1. Dezember 1998 von Alexander Elder

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Saso Nikolov

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